Splitterbalken im Auge

Definition zum Titel.

1.) „Wir zersplittern uns.“

Die Leute wollen nicht einsam, unbekannt und uneitel als graue Mäuse, Ameisen und kleine Rädchen im Hintergrund (hinter dem Netzterminal) der (großen) Sache dienen, sondern sie wollen (unbewusst) ihre lokale, sozialethisch beeindruckende, Gewissen und Image polierende Folklore-, Wohlfühl- und Demotourismusgruppe – ihren irrationalen und emotionalen Kuschelverein zum Anfassen.
So wie den Kegelverein um die Ecke und wie die Gründung des 33sten Vereins zur Rettung der kleinkarierten Wanderkröte – egal wie schlecht dadurch unter dem globalisierten Strich das Aufwand-Nutzen-Verhältnis und die langfristige Zukunft für die Kröten wird.

2.) „nicht zusammen gesehen werden“

Genau. Auch dies ist den Leuten ganz wichtig. Ein tendenziell faschistoid/kommunistisch müffelndes Gerüchle auf der Weste oder auf der Weste des verstorbenen Opas reicht schon. Die Frage, ob die auf den ersten bis zweiten Blick für das gemeinsame Ziel tauglich wirkenden Mitstreiter/Kameraden/Genossen zu Unrecht mit stinkendem Dreck beworfen wurden, wird gar nicht gestellt.
Es gilt die für den vorauseilenden Gehorsam verinnerlichte Selbstzensur:
Nicht danach schauen was verbindet, sondern nach dem was politisch korrekt trennt.
Womit wir wieder bei Punkt 1 wären, dem Zersplittern.

So funktioniert Spalten und Herrschen!

Hagen Rether über gefühlte Demokratie.

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