Fragen

„Jede Frage eine Lust — jede Antwort ein Verlust.“ GA94 36 #Heidegger #SchwarzeHefte via @RektorHeidegger

Die unaufhörliche Suche nach den richtigeren Fragen ist wichtiger als (schnelle) Antworten um bei der Wahrheitsoptimierung (Wahrheitsannäherung) Fortschritt zu behalten, statt Stillstand zu bekommen und anschließend Rückschritt (Dekadenz).

Essentielle (essenzielle) Fragen sind stabiler als die Antworten. Denn

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“
aus Goethes Faust (Teil I, »Prolog im Himmel«)

“Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.”
Johann Wolfgang von Goethe

Und das gilt heute im Internet-Zeitalter mit Copy & Paste und Doktor-Plagiaten noch viel mehr als früher.

Auf einer einzigen, aber fundamentalen Unwahrheit (Lüge, Mythos, Irrtum) die in die Welt kommt (gebracht wird), lässt sich (mittels Salamitaktik) im Gewohnheitstier Mensch ein ganzes Lügengebäude (Vorsatz) oder Unwahrheitsgeflecht (Fahrlässigkeit) aufbauen und stricken, welches sich für die irdische Ewigkeit verselbstständigt und manifestiert.

Implementierung (Konditionierung, (Selbst-)Manipulation) haben ihr Maximum erreicht, wenn sich die Opfer mehrheitlich kollektiv („demokratisch“) gegen die Änderung eines Zustands (Aufklärung) wehren, der ihnen und ihren Nachkommen mehr schadet als nützt. Typische Denk-, Sprech- und Abwehrgewohnheiten:

Wenn das so (richtig, gut…) wäre, dann hätte sich das doch schon längst durchgesetzt.“
„Das gab es ja noch nie.“
„Das war ja schon immer so.“
Zum Beispiel der Mythos: Der Mensch sei von Natur aus schlecht (böse, verdorben und wird schon als Bestie und Teufel geboren – mal etwas mehr, mal etwas weniger).
All dies ist Verdrängung durch Kenntnisnahmeverweigerung von Fakten, Argumenten, Denken in Wahrscheinlichkeiten und Verwechslung von Quantität (Zeitdauer, Verbreitung) mit Qualität. Solche Menschen sind Mittäter (asoziale Mitläufer, ewige Bedenkenträger, Fortschrittsblockierer, Systemstabilasatoren, notorisch denkfaul und feige).

“Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.” “Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen.”
Albert Einstein

Auch dann nicht, wenn viele meinen „Das ist doch erledigt und hat sich seit Jahrtausenden bewährt – wir haben jetzt wichtigere Aufgaben.“ Zum Beispiel die Beschäftigung mit Problemen und Wirkungen, die es ohne den unhinterfragten Irrtum (Ursache) gar nicht gäbe.
Hier ein Paradebeispiel für mutige und seriöse Wahrheitsforschung von Paul Schreyer, nicht schnell und schlampig sondern trotz und gerade wegen der bereits dem Volk implantierten Selbstzensur (Keule der negativ besetzten Verschwörungstheorie für vorauseilenden Gehorsam):

Fast jeder Mensch grinst erhaben zu:
„Nur die dümmsten Kälber, wählen ihre Schlächter selber.“ (vermutlich Bertolt Brecht in „Schweyk im Zweiten Weltkrieg“)
Doch sogar ohne selbst suchen zu müssen ist nur eine winzige Minderheit bereit sich zeigen zu lassen,
1.) dass die scheinbar kleine Menge der Dümmsten bis Allerdümmsten, eine gewaltige Mehrheit ist und
2.) wie weit sie selbst dazugehören.
Die ethikarme (wertearme) „Elite“ hat für sich gute und für das Gemeinwohl schlechte Gründe weiterhin dafür zu sorgen, dass Verdrängungssucht (Dummheit, Realitätsflucht) nicht als Krankheit anerkannt wird.

“Es gibt drei Arten von Menschen: solche die sehen, solche die sehen wenn sie es gezeigt bekommen und solche die nicht sehen [wollen].”
Leonardo Da Vinci

„Auch wenn Fragen mächtige Werkzeuge zur Erkenntnis von sich selber und Anderen sind, so sind sie jedoch nicht sehr beliebt.
Den Herrschenden des klassischen Athen gingen Sokrates Fragen so sehr auf die Nerven und verunsicherte sie so stark, dass sie ihn anklagten und zum Tode verurteilen. Kein Wunder, dass sich heute viele gar nicht mehr trauen Fragen zu stellen. So fragte mich neulich eine Freundin, ob es denn nicht lächerlich wirken würde, wenn man Fragen stellen würde. Ich meine, dass ist nicht lächerlich, sondern überlebensnotwendig. Trauen wir uns und hinterfragen häufiger und tiefer.“
Jens Hoffmann, Wanderingthinker.com

“Normalerweise tut ein Mensch automatisch das Richtige, außer er ist durch falsche Erfahrungen, falsches Denken, Irren, Selbstverachtung, -verletzung, -vernichtung oder Gefühlsverweigerung dieser Funktion beeinträchtigt. Dagegen hilft, dass wir lernen zu denken, unsere Bewertungen zu verändern und die Selbsterkenntnis zu steigern.”
Ingrid; 08/2004 über Manfred Spitzer: “Selbstbestimmen. Gehirnforschung und die Frage: Was sollen wir tun?

Was verhindert Veränderung?
Etwas Auswahl:
Dummheit (Denkfaulheit (Vernunftmangel, inkonsequenter Eigennutz/Egoismus (asoziales (antisoziales), unsolidarisches Verhalten), mentale Kurzsichtigkeit, Aufklärungsverweigerung = vorsätzliche = gewollte = selbstverschuldete Unmündigkeit), Angst (Feigheit, Unbekanntes, Unsicherheit, Sicherheitsbedürfnis, Risiko, Strafe, Liebesentzug, Ausgrenzung, Isolation, Einsamkeit, Abwertung), Verdrängungssucht aus Angst vor der Angst (Selbsterkenntnis, Blick in den Abgrund eigener Schwächen, Selbsthass), Willensschwäche, Gewohnheit, Bequemlichkeit (autoritätsgläubig, obrigkeitshörig), Gleichgültigkeit, Ethikmangel (Wertemangel, niedere Beweggründe (Eitelkeit, Selbstzufriedenheit mit Schein statt Sein (Imagepflege, oberflächliche Gewissensberuhigung, Pseudowiderstand))), Politikverdrossenheit, (mangelndes OR fehlendes OR unterentwickeltes OR defizitäres) (Problembewusstsein OR Bewusstsein OR Interesse OR Motivation OR Antrieb OR Leidensdruck OR Schmerz))
Lässt sich der Wust strukturieren?
Ergänzung:
Pluralistische Ignoranz und mehr von Andreas Popp:
„Wir müssen im ersten Schritt einfach nur mehr werden!“ ist leider alles andere als einfach.

o Die besten (guten, wertvollsten) Menschen (Wahrheitsdiener) sehen manchmal gar nicht gut aus (weil sie nicht gut behandelt werden): Galileo Galilei:

“Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet,
von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab
und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern.
Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr.
Der, der sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer…”
Gustave Le Bon, 1895

Filter-Fragen
zur Diagnostizierung von Schwätzeritis (Schädlinge)
Wird folgendes als Leitsatz für das eigene Tun anerkannt?:

„Was du nicht willst, daß man dir tu‘, das füge keinem andern zu!“
Johann Wolfgang von Goethe
Zum Beispiel:
— Nicht über die eigene Lebensspanne hinausgehend wirken?

Welche Fragen aus den folgenden Fragepaaren haben jeweils für Ihre Entscheidungen die höhere Priorität?:
A.1 Verletze ich eine Regel (Gesetz) und bin ich de jure dafür zuständig das zu tun, was ich tun könnte?
A.2 Bei wem verursacht mein Tun inklusive Unterlassen welchen Nutzen und welchen Schaden?
B.1 Beiß ich in die Hand die mich füttert?
B.2 Wer oder was ist die Quelle meines Futters und wie wurde es erzeugt oder beschafft?

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